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Krise und Personalabbau – logische Konsequenz?

Branchenübergreifend wird beim Aufziehen von ersten dunklen Wolken am Konjunkturhimmel reflexartig das Menetekel von Krise und Personalabbau in Szene gesetzt. Es ist dann fachspezifisch zu lesen, dass Personalabbau professionell gestaltet werden muss, damit das Unternehmensimage und die Arbeitgebermarke keinen Schaden nehmen. Ja, dem stimmen wir zu ABER: professionell bedeutet ebenso, für jene Mitarbeiter, die durch den Personalabbau ihre Beschäftigung verlieren, die Trennung professionell, d.h. mitarbeiterorientiert und wertschätzend zu gestalten. Eine wertschätzende Gestaltung des Trennungsprozesses ist eine Referenz an die Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen müssen!

 

Personalabbau sollte als letztes gedacht werden – Innovationen sind die Lösung!

Aber mal was Grundsätzliches: muss Personalabbau in „temporären“ Krisenphasen sofort als erstes Moment der Krisenbewältigung gedacht werden? Wir meinen nein: Krisen ist auch zu eigen, dass sie Mechanismen unterliegen, die innerbetrieblich zu verantworten sind. Fehlende Produktinnovationen, geringer Markt- und Kundenbezug, fehlende Qualifikationen der Mitarbeiter und veraltete, hierarchische Strukturen sind vielfach hausgemachte Bedingungsfaktoren. Deshalb empfehlen wir: Bevor Unternehmen über Personalabbau nachdenken, sollten sie über Mitarbeiterbindungs- und Mitarbeiterentwicklungsprogramme nachdenken, auf Innovationen im Unternehmen setzen und New Work-Themen (weiter) verfolgen – zur Bewältigung der Krise und auf die Zukunft ausgerichtet.

 

Partner mit einbeziehen!

Die Bundesagentur für Arbeit fördert beispielsweise in diesem Zusammenhang eine Vielzahl von Projekten, die auf die Ziele der Beschäftigungssicherung und der Kompetenzverbesserung der Mitarbeiter ausgerichtet sind. Kurzarbeit und das Chancenqualifizierungsgesetz stehen exemplarisch dafür.

Auch die Sächsische Aufbaubank kann ein wichtiger Partner bei der Einführung von Digitalisierungs- und Innovations- und Forschungsprojekten sein.

 

Transparenz schafft Verständnis und Vertrauen!

Gehen sie mit ihren Mitarbeitern ins Gespräch; erläutern sie ihnen ihre Situation und ihre strategischen Entscheidungen, Erfassen sie von ihren Mitarbeitern deren Wünsche und Erwartungen zur Überwindung der Krisensituation und damit zur Sicherung von Beschäftigung im Unternehmen.

Artikulieren sie deutlich ihre Erwartungshaltung an die Mitarbeiter zur Überwindung der Krisensituation, sprechen sie über fachliche Defizite und Möglichkeiten der erforderlichen Weiterbildung.
Nutzen Sie das Instrument der Kurzarbeit als „Übergangsinstrument“ zur Kompensation ihres Auslastungsdeltas.
Nutzen Sie das Instrument der Kurzarbeit aber auch zur erforderlichen Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.
Binden Sie im Bedarfsfall eine neutrale Orientierungsberatung für ihre Mitarbeiter ein. Diese vermag sicherlich auch die Motivationsentwicklung zur innerbetrieblichen und persönlichen Veränderung ihrer Mitarbeiter bewirken.
Wenn das alles nicht greift und die betrieblichen Rahmenbedingungen keine Alternative zum Personalabbau zulassen, dann bieten sich immer noch wertschätzende Trennungsmaßnahmen, die Mitarbeiter und Unternehmen gleichermaßen in den Mittelpunkt des Prozesses stellen, an. Auch diese werden in Teilen von der Bundesagentur für Arbeit gefördert.

 

Gender  Bei allen Aussagen und Bezeichnungen, die sich sinngemäß auf Personen beziehen, meint die gewählte Formulierung alle Geschlechter. Aus Gründen der Lesbarkeit ist hier die männliche Formulierung gewählt.